Arthrose verstehen: Warum emotionale Erlebnisse deine Gelenke beeinflussen können
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Viele Menschen verbinden Arthrose automatisch mit dem Älterwerden. Der Gedanke scheint naheliegend: Je älter ein Mensch wird, desto mehr werden die Gelenke „abgenutzt“. Doch wenn man beginnt, den Körper etwas genauer zu betrachten, tauchen plötzlich Fragen auf, die dieses einfache Bild ins Wanken bringen. Warum gibt es Menschen, die körperlich sehr hart gearbeitet haben und im hohen Alter bewegliche Gelenke besitzen? Und warum erleben andere bereits deutlich früher Einschränkungen, obwohl ihre Gelenke vergleichsweise wenig belastet wurden?
Wenn du beginnst, Arthrose zu verstehen, öffnet sich oft eine neue Perspektive. Eine Perspektive, die nicht nur auf mechanische Abnutzung schaut, sondern auf die komplexen Zusammenhänge im Körper – und auf die Rolle von Emotionen, Organen und Zellkommunikation.
Arthrose verstehen beginnt mit einer einfachen Frage
Eine der überraschendsten Aussagen aus dem Gespräch mit David Overbeck, dem Entwickler des Cell-Re-Active Trainings (CRT-Trainings) in seinem Interview im Schweizer Gesundheitsfernsehen QS24TV lautet: Knochen sind biologisch gesehen erstaunlich „jung“. Der menschliche Körper erneuert ständig seine Zellen. Auch Knochengewebe wird kontinuierlich umgebaut und regeneriert. In vielen Fällen dauert dieser Zyklus etwa sieben Jahre. Das bedeutet: Selbst bei einem Menschen mit sechzig oder achtzig Jahren ist das Knochengewebe biologisch gesehen nicht jahrzehntealt, sondern Teil eines ständig erneuerten Systems.
Wenn Knochen sich ständig erneuern, stellt sich eine wichtige Frage: Warum entstehen dann Veränderungen in den Knochen und Gelenken?
Diese Frage führt weg von der Vorstellung eines rein mechanischen Verschleißes und hin zu einem anderen Blickwinkel: Wie gut funktioniert die Regeneration im Körper tatsächlich?
Studienhinweis Der menschliche Körper erneuert kontinuierlich Gewebe, einschließlich Knochen. Studien zeigen, dass Knochen ein dynamisches System sind, das sich fortlaufend anpasst und umbaut – abhängig von Belastung, Stoffwechsel und Regulation im Körper. Quelle Teitelbaum SL. Bone resorption by osteoclasts. Science. 2000.
Wenn Regeneration langsamer wird
Der Körper besitzt grundsätzlich die Fähigkeit, Strukturen immer wieder zu reparieren. Knochenbrüche können heilen, Gewebe kann sich erneuern und Zellen können ihre Aufgaben neu organisieren. Wenn diese Prozesse langsamer ablaufen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass etwas „kaputt“ ist. Es kann vielmehr bedeuten, dass der Körper momentan nicht genug Ressourcen hat, um bestimmte Reparaturprozesse in der Geschwindigkeit auszuführen, die eigentlich möglich wäre.
Dann reagiert das System oft mit Anpassung:
Bewegungen werden vorsichtiger
Strukturen werden stabilisiert
Belastungen werden reduziert
Diese Anpassungen können sich im Alltag als Steifheit oder eingeschränkte Beweglichkeit zeigen.
Der unterschätzte Zusammenhang zwischen Organen und Gelenken
Um Arthrose zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf einen weiteren Zusammenhang im Körper: die Energieversorgung. Knochen und Gelenke benötigen Energie für ihre Stabilität und Regeneration. Gleichzeitig besitzen sie selbst nur eine begrenzte Durchblutung. Deshalb sind sie stark auf die Energie angewiesen, die durch andere Systeme im Körper bereitgestellt wird.
Hier kommen die Organe ins Spiel.
Organe übernehmen viele zentrale Aufgaben im Energiestoffwechsel. Wenn ihre Abläufe langsamer werden, kann sich das auf andere Bereiche des Körpers auswirken. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Problem direkt im Gelenk entsteht. Manchmal liegt der Ursprung der Veränderung an ganz anderer Stelle im Körper.
Emotionale Erlebnisse und ihre Wirkung auf Organe
Ein besonders spannender Aspekt entsteht, wenn man den Zusammenhang zwischen Emotionen und Organfunktionen betrachtet. Im Alltag kennen wir viele Redewendungen, die genau darauf hinweisen:
„Das ist mir auf den Magen geschlagen.“
„Da ist mir eine Laus über die Leber gelaufen.“
Solche Formulierungen spiegeln eine Erfahrung wider: Emotionen wirken direkt auf den Körper. Emotionale Erlebnisse könnten auch den Effekt eines regelrechten Schlags auf Zellebene haben. Im Gespräch wird beschrieben, dass Organe eng mit dem emotionalen System verbunden sind. Emotionale Zustände beeinflussen Energie, Motivation und Aktivität im Körper. Wenn emotionale Prozesse über längere Zeit belastend wirken, kann das auch Auswirkungen auf körperliche Abläufe haben.
Studienhinweis Forschung aus der Psychoneuroimmunologie zeigt, dass emotionale Zustände körperliche Prozesse beeinflussen können. Stress und emotionale Belastung stehen im Zusammenhang mit veränderten hormonellen und entzündlichen Reaktionen im Körper. Quelle Segerstrom & Miller (2004): Psychological stress and the human immune system (Psychological Bulletin)
Wenn Lebensenergie langsamer wird
Viele Menschen kennen einen Moment im Leben, in dem sich etwas verändert. Früher war Bewegung selbstverständlich. Ideen kamen spontan und die Lebensfreude war stark. Später kann sich dieses Gefühl verändern, nicht unbedingt durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch eine Summe von Erfahrungen. Herausforderungen, Stress oder emotionale Belastungen können dazu führen, dass Prozesse im Körper insgesamt etwas langsamer werden. Wenn Organe weniger Energie bereitstellen, kann sich das auch auf das Bewegungsapparat auswirken. Die Gelenke reagieren dann nicht nur auf Bewegung oder Belastung, sondern auf das gesamte innere System.
Arthrose verstehen heißt auch Emotion und Motivation verstehen
Ein interessantes Wort in diesem Zusammenhang ist Motivation. Motivation ist der Prozess, der Handlungen in Gang bringt. Emotion bedeutet wörtlich: Bewegung von innen heraus.
Wenn emotionale Energie vorhanden ist, entstehen oft auch Bewegung, Aktivität und Dynamik.
Fehlt diese Energie, kann sich das auch körperlich bemerkbar machen. Der Körper passt sich an. Bewegungen werden kleiner. Abläufe werden vorsichtiger. Langfristig kann diese Veränderung Einfluss auf das Zusammenspiel von Muskeln, Knochen und Gelenken haben.
Die Rolle der Zellen und der Zellkommunikation
Ein zentraler Gedanke aus dem Interview lautet: Zellen kennen keine Krankheiten im klassischen Sinn. Sie reagieren auf Informationen und arbeiten zusammen. Wenn diese Zusammenarbeit gut funktioniert, entstehen stabile und leistungsfähige Systeme im Körper.
Wenn Kommunikation zwischen Zellen weniger gut funktioniert, kann sich das auf viele Prozesse auswirken.
Der Fokus verschiebt sich dadurch weg von einzelnen Symptomen hin zu einer größeren Frage:
Wie gut arbeiten die Zellen im Körper miteinander?
Ein anderer Blick auf Veränderung im Körper
Aus dieser Perspektive wird deutlich: Der Körper besitzt eine enorme Fähigkeit zur Anpassung.
Veränderungen entstehen selten durch einen einzigen Faktor. Häufig spielen viele Ebenen zusammen:
körperliche Belastung
emotionale Erfahrungen
Energiehaushalt der Organe
Kommunikation zwischen Zellen
Wenn man Arthrose verstehen möchte, kann es deshalb hilfreich sein, den Körper als ein komplexes System zu betrachten. Nicht als Maschine mit einzelnen defekten Teilen. Sondern als lebendiges Netzwerk, in dem viele Prozesse miteinander verbunden sind.
Studienhinweis Moderne Gesundheitsforschung betrachtet den Körper zunehmend als vernetztes System. Studien zeigen, dass Faktoren wie Energiehaushalt, Zellkommunikation und Lebensstil gemeinsam Einfluss auf körperliche Veränderungen nehmen. Quelle Kitano H. Systems Biology: A Brief Overview. Science. 2002.
Impulse statt Druck
Ein weiterer Gedanke aus dem Gespräch betrifft die Art von Impulsen, die im Körper wirken.
Starke Reize können kurzfristige Reaktionen erzeugen. Doch langfristige Veränderungen entstehen häufig durch sehr feine Impulse. Diese Impulse können dem Körper helfen, Zusammenhänge wieder zu erkennen und eigene Abläufe neu zu organisieren. Die Idee dahinter ist einfach: Wenn Zellen ihre eigene Funktionsweise wieder wahrnehmen können, beginnen sie oft selbstständig, Prozesse neu zu koordinieren.
Cell-Re-Active Training als möglicher Impuls
Genau auf dieser Ebene wird die Cell-Re-Active Training Methode eingesetzt. Es soll Zellen darin unterstützen, wieder miteinander zu reagieren und sich zu synchronisieren. Dabei werden sehr feine Impulse genutzt, die auf der Reflexion von Zellinformationen basieren. Ziel ist es nicht, Prozesse zu erzwingen, sondern zuzulassen, dass der Körper von selbst die Orientierung findet. Er kann dann gewissermaßen „selbst entscheiden“, welche Abläufe sinnvoll sind.
Perspektivwechsel für Menschen mit Gelenkthemen
Wenn du beginnst, Arthrose zu verstehen, kann dieser Blickwinkel eine neue Perspektive eröffnen.
Statt nur auf das Gelenk zu schauen, lohnt sich manchmal die Frage:
Wie arbeitet mein Körper insgesamt?
Wie ist meine Energie im Alltag?
Welche Rolle spielen emotionale Erfahrungen?
Diese Fragen können neue Wege eröffnen, den eigenen Körper besser wahrzunehmen.
Für Therapeuten und Interessierte im Gesundheitsbereich
Viele Menschen, die mit Klienten arbeiten, suchen nach neuen Perspektiven auf körperliche Prozesse. Das Cell-Re-Active Training bietet hier einen Ansatz, der sich mit Zellkommunikation, Energieprozessen und individuellen Trainingsimpulsen beschäftigt.
In der Ausbildung lernen Teilnehmer unter anderem:
wie Zellreaktionen getestet werden
wie individuelle Trainingsimpulse gesetzt werden können
wie Trainingspläne für unterschiedliche Systeme erstellt werden
Das Grundlagenwissen kann in mehreren Monaten erlernt werden und wird durch Online-Inhalte sowie Live-Seminare ergänzt.
Heute arbeiten bereits zahlreiche CRT-Trainer in verschiedenen Ländern mit diesem Ansatz.
Wer tiefer in dieses Thema einsteigen möchte, findet weitere Informationen und Ansprechpartner über die internationale Trainerkarte auf der Website des Cell-Re-Active Trainings!
Quellen:
Teitelbaum SL (2000): Bone resorption by osteoclasts, 👉 Studie ansehen
Segerstrom SC, Miller GE (2004): Psychological stress and the human immune system
Kitano H (2002): Systems Biology: A Brief Overview 👉 Studie ansehen



